Landraub und Übergriffe

Pakistan

Christen in der pakistanischen Provinz Sindh werden häufig Opfer mafiöser Organisationen, die in Zusammenarbeit mit der Polizei in Sukkur (Hyderabad, Sindh) Übergriffe auf die Christen der Provinz planen, in deren Rahmen sie versuchen, sich Häuser und Grundstücke von Mitgliedern der christlichen Glaubensgemeinschaft anzueignen. Der illegale Landraub (land grabbing) ist in Pakistan ein weit verbreitetes Phänomen: einflussreiche Großgrundbesitzer beschlagnahmen mit politischer Unterstützung willkürlich die Grundstücke von Kleinbauern und besonders angreifbaren Bevölkerungsschichten. Insbesondere in der Provinz Sindh werden die beschlagnahmten Grundstücke oft zu profitablen Preisen weiterverkauft.

Wie der ehemalige Mitarbeiter der anglikanischen Diözese Hyderabad, Munawar Gill, mitteilt, forderten in den vergangenen Wochen in der christlichen Siedlung in Sukkur Männer in Begleitung von Polizeibeamten anhand von falschen Dokumenten das Recht auf Landbesitz ein. "Es ist nicht schwer, in Pakistan falsche Dokumente zu kaufen”, so Gill. Am 31. Dezember klopften rund 20 Männer zum Teil in Polizeiuniform und zum Teil in Zivilkleidung an die Türen christlicher Wohnungen und schüchterten die Bewohner ein. "Frauen und Kinder wurden misshandelt und rund 20 Personen zum Teil schwer verletzt“, so Gill weiter.

Am 1. Januar erstatteten die Opfer Anzeige bei der Polizei und forderten besonderen Schutz. Rund 4500 Demonstranten versammelten sich vor dem “Press Club”, um gegen das willkürliche Vorgehen gegen Christen zu protestieren. Das “Centre for Legal Aid, Assistance and Settlement (CLAAS)” verurteilt die “schreckliche und brutale Aktion am Silvesterabend und forderten die lokalen Behörden auf, für die Achtung der Gesetze zu sorgen und gegen die "Grundstücksmafia“ vorzugehen, die es vor allem auf besonders angreifbare Bevölkerungsteile abgesehen hat. (Quelle: Fidesdienst)

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  • Maria, Mutter unseres Herrn,
    o Himmelspfort, o Meeresstern,
    hilf der bedrängten Christenheit
    auf ihrem Wege durch die Zeit.

    O Mutter, reich an Güt’ und Huld,
    erbarme dich: wir sind in Schuld.
    Steh du uns bei an Gottes Thron
    und zeig uns Jesus, deinen Sohn.
    Amen