Bereits 1800 Kreuze demontiert

China

In der ostchinesischen Provinz Zhejiang stehen Christen weiterhin massiv unter Druck. Die staatlichen Behörden ließen dort seit Jahresbeginn mehr als 1.800 Kreuze von Kirchendächern entfernen. Pastoren, die dagegen protestierten, wurden inhaftiert. Wie erst jetzt bekannt wurde, verletzten Sicherheitskräfte Ende März mindestens eine Demonstrantin so ernsthaft, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste. Sie hatte gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern gegen die Entfernung des Kreuzes vom Kirchendach demonstriert. Dabei sei sie zu Boden geschlagen worden. Sie kam mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Wie die Menschenrechtsorganisation „China Aid“ berichtet, rücken die Sicherheitsbehörden immer häufiger in Truppenstärken von bis zu 100 Beamten an. In diesem Fall hätten sie Panzerkleidung getragen und Schutzschilde bei sich gehabt, um die Demonstranten zurückzuhalten. Einen Augenzeugen zitiert die Organisation mit den Worten: „Sie befahlen uns, keinen Streit anzufangen. Ansonsten würden sie die ganze Kirche abreißen.“ Die kommunistische Regierung Chinas verschärft ihren antireligiösen Kurs derzeit massiv. So sollen Religionsvertreter künftig sogenannte Berechtigungsausweise erhalten, die ihnen die legale Ausübung ihrer Arbeit ermöglichen. Ziel ist es, so Menschenrechtsbeobachter, auf diese Weise die religiösen Gruppen im Land besser zu kontrollieren. Wer kein solches Dokument vorweisen könne, dem soll nach Vorstellung des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten künftig die Ausübung seiner Religion untersagt werden. Nach Schätzungen leben in der fast 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik China bis zu 130 Millionen Christen. Damit übertreffen sie die Zahl der 83 Millionen kommunistischen Parteimitglieder. (Quelle: idea)

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    wir bitten dich für die Kirche:
    Stärke unseren Glauben durch
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    Unterdrückten und entschieden
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    Amen.