Bischöfe warnen vor Spaltung des Landes

Nigeria

"Nigeria droht auseinanderzubrechen", warnen die nigerianischen Bischöfe, die angesichts der schwerwiegenden Mängel staatlicher Institutionen beklagen und insbesondere deren Unfähigkeit, Sicherheit für alle zu gewährleisten, was eine Spaltung zwischen den verschiedenen nationalen Gruppen verursache, aus denen die Föderation besteht.

„Der Drang zur Selbstverteidigung gewinnt rasch an Boden. Viele ethnische Gruppen schlagen lautstark die Trommeln des Krieges und fordern nicht nur mehr Autonomie, sondern auch den endgültigen Verzicht auf einen föderativen Staat, in die sie jegliches Vertrauen und Zugehörigkeitsgefühl verloren haben. Diese Forderungen nach ethnischer Sezession sollten nicht ignoriert oder leicht genommen werden", so die Bischöfe in einer gemeinsamen Erklärung.

Das Versagen der Regierung ist laut den Bischöfen die Ursache für die Entmutigung der Nigerianer im Hinblick auf die Einheit: „Viele haben die Möglichkeit und das Bemühen um Nigerias als geeintes Land aufgegeben. Kein Wunder, dass viele nichtstaatliche Akteure die Lücke füllen, die durch das konkrete Versagen der Regierung entstanden ist“, betonen die Bischöfe.

„Die Bundesregierung unter Präsident Muhammadu Buhari darf die Einhaltung ihrer Verpflichtung zur Regierung der Nation nicht länger hinauszögern und muss dabei nicht nach ethnischen und religiösen Vorurteilen, sondern nach objektiven und positiven Grundsätzen von Korrektheit, Gerechtigkeit und vor allem Aufrichtigkeit handeln“, heißt es in der Erklärung. "Wir sprechen diese Warnung aus einer tiefen patriotischen Liebe zu unserer Nation aus", unterstreichen die Bischöfe.

Trotz der anhaltenden Krisen bekräftigen die Bischöfe „das Vertrauen in die Machbarkeit und Wünschbarkeit des Projekts Nigeria als prosperierende Nation unter dem Schutz des Herrn". „Wir sind aber auch davon überzeugt, dass der Aufbau einer solchen Nation, insbesondere unter unseren gegenwärtigen Umständen, Kosten verursacht”, so die Bischöfe abschließend „Wir sind auch davon überzeugt, dass eine Spaltung weitaus höhere Kosten verursacht als das, was nötig ist, um uns zusammenzuhalten... Wir müssen die notwendigen Opfer bringen, um unsere Differenzen besser zu bewältigen und sie von einer negativen in eine positive Energie umzuwandeln". (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

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