Bischof von Sokoto braucht Schutz

Nigeria

"Als wir erfuhren, dass eine katholische Kirche in Sokoto angegriffen wurde, war uns klar, dass sich der Anschlag gegen Bischof Matthew Kukah richtete, weil er eine Stimme für die Stimmlosen in diesem Land ist. Er wendet sich jeden Tag mit der Wahrheit an die Regierenden", so Chris Annge, stellvertretender Vorsitzender der „Christian Association of Nigeria“ (CAN) im Bundesstaat Kaduna, über die Drohungen gegen Bischof Mathew Hassan Kukah von Sokoto, nachdem dieser die Ermordung von Deborah Samuel Yakubu, einer christlichen Studentin, die am 12. Mai wegen "angeblicher Blasphemie" gelyncht wurde, scharf verurteilt hatte. Bischof Kukah hatte den Lynchmord an dem Mädchen als "kriminellen, unmenschlichen Akt, der nichts mit der Religion zu tun hat" bezeichnet und betont, dass "Christen und Muslime in der Vergangenheit immer friedlich zusammengelebt haben".

Die Polizei hatte zwei Verdächtige festgenommen. Doch bereits am Tag nach ihrer Festnahme demonstrierten mehrere hundert Menschen in Sokoto, um ihre Freilassung zu fordern. Dabei verwüsteten die Demonstrierenden Geschäfte und es kam zu Ausschreitungen mit der Polizei. Infolge der Unruhen hatten die Behörden eine totale Ausgangssperre über die Stadt verhängt. Nach Angaben von Bischof Kukah wurde zwar seine bischöfliche Residenz nicht angegriffen, trotzdem ließ er die Feier von Messen in der Diözese vorsichtshalber aussetzen, nachdem zwei Pfarreien angegriffen und verwüstet worden waren.

"Wir fordern die nigerianische Regierung auf, die für die Sicherheit Verantwortlichen dazu zu bringen, sich um uns zu kümmern und Maßnahmen zu ergreifen, die das Leben von Bischof Kukah und aller Gläubigen sowie aller Nigerianer vor diesen inakzeptablen Bedrohungen schützen", so Annge weiter, der betonte, dass Nigeria ein säkularer Staat mit Gesetzen sei, die allen Bürgern die Vereinigungsfreiheit garantierten. Dabei wies er erneut auf die Notwendigkeit religiöser Toleranz hin.
Unterdessen reißt die Gewalt in verschiedenen Gebieten Nigerias nicht ab. Am 20. Mai wurden bei einem bewaffneten Angriff von Fulani-Kämpfer auf Dörfer im nigerianischen Bundesstaat Benue auch Gemeindemitglieder der „St. Michael's Agasha Church“ in der Diözese Makurdi, wo Dutzenden von Menschen, die getötet wurden. Im Gegensatz zu früheren Anschlägen fand der jüngste Überfall am helllichten Tag statt. (Quelle: Fidesdienst)

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    unsere Brüder und Schwestern,
    die wegen ihres Glaubens
    benachteiligt und verfolgt werden.
    Gib ihnen Kraft, damit sie
    in ihrer Bedrängnis die Hoffnung
    nicht verlieren.
    Amen.