Entführung eines Priesters

Nigeria

Tausende katholische Gläubige beteten gestern in Kirchen im Bundesstaat Edo für die Freilassung von Pater Amadasun Idahosa. Der katholische Geistliche war vor einigen Tagen entlang der Straße Benin-Auchi entführt worden, vermutlich von Fulani-Nomaden. Am 9. Juli war Pfarrer Amadasun, ehemaliger Verwalter der Kathedrale des Heiligen Kreuzes von Benin, von der Hauptstadt des Bundesstaates Edo in die Universitätsstadt Ekpoma, wo er im Priesterseminar in Uhiele Ekpoma unterrichtet, als er von bewaffneten Männern aufgehalten wurde. Neben dem Priester entführten die Banditen mehrere andere Personen, die in den Wald verschleppt wurden und dort festgehalten werden, bis Familien oder Freunde ein Lösegeld zahlen.

Katholiken den Bundesstaates beten, nun dafür, dass die Entführer den Priester sofort und bedingungslos freizulassen, da eine Richtlinie der Bischofskonferenz von Nigeria vorsieht, dass Entführer im Falle der Entführung von Priestern und Ordensleuten kein Lösegeld erhalten. Die Polizei hat Kontrollpunkte entlang der Autobahnen eingerichtet, die die Städte im Bundesstaat Edo verbinden, um weitere Entführungen zu verhindern.

Nach Angaben der nigerianischen Presse wurden am 12. Juli im Bundesstaat Kaduna mindestens 30 weitere Personen von bewaffneten Männern entführt, die sich als Polizisten ausgaben und entlang der Brücke, die die Stadt Kaduna und die Millennium City verbindet, angeblich Kontrollen durchführten. Eine Person, die versuchte, den Entführern zu entkommen, wurde getötet. Angesichts der Welle von Entführungen zu Erpressungszwecken in verschiedenen Landesteilen genehmigte der Bundessenat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Strafgesetzbuchs, mit dem die Strafe für Entführung von 10 Jahren Haft auf lebenslange Haft erweitert wird.

Laut dem Bericht 2019 der Sicherheitsfirma Constellis über Entführungen zur Erpressung von Lösegeld ist Nigeria eines der vier Länder, in denen 2019 rund 40 Prozent alller weltweiten Entführungsfälle verzeichnet wurden. Die anderen Länder sind Kambodscha, Togo und die Philippinen. Dem Bericht zufolge gibt es in Afrika die meisten Fälle, während Europa die wenigsten hat. (Quelle: Fidesdienst)

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