Erneut Gewaltausbruch gegen Christen

Ägypten

In Ägypten ist es erneut zu gewaltsamen Ausschreitungen gegen die christliche Minderheit gekommen. Ein Mob aus über 2.000 Muslimen habe am 19. und 20. Jänner in dem überwiegend von Christen bewohnten Ort Marashda (Oberägypten) gewütet. Sie hätten geplündert, Häuser, Geschäfte und Fahrzeuge in Brand gesteckt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte. Auch die Scheiben einer örtlichen Kirche seien eingeschlagen und deren Kreuz beschädigt worden. Auslöser für die Gewalt waren Gerüchte, ein 55-jähriger Kopte habe ein sechsjähriges muslimisches Mädchen missbraucht. Nachdem sich der Beschuldigte zu seiner eigenen Sicherheit der Polizei gestellt hatte, griff der Mob die örtliche Polizeistation an. Die Polizisten mussten Verstärkung anfordern und nahmen mindestens zehn Gewalttäter fest. Einige hätten versucht, eine Kirche niederzubrennen. Zwar werde gegen den 55-jährigen Kopten ermittelt: „Es müssen aber auch Ermittlungen gegen diejenigen eingeleitet werden, die über zwei Tage Häuser, Geschäfte und Autos zerstört und die Christen des Ortes in Angst und Schrecken versetzt haben.“ Der ägyptische Staat müsse deutlich machen: „Christen und Muslime haben den gleichen Anspruch auf staatlichen Schutz. Es darf keine Straflosigkeit bei Gewalt gegen Minderheiten geben.“ In dem nordafrikanischen Land war es in der Vergangenheit immer wieder zu Gewaltausbrüchen gegen Christen gekommen. Die schätzungsweise bis zu zehn Millionen orthodoxen Kopten bilden die größte Kirche im Land am Nil. Hinzu kommen etwa 200.000 Katholiken, 40.000 Griechisch-Orthodoxe und 30.000 Protestanten. Die übrigen der rund 83 Millionen Einwohner sind Muslime. (Quelle: IGFM, idea)

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  • Maria, Mutter unseres Herrn,
    o Himmelspfort, o Meeresstern,
    hilf der bedrängten Christenheit
    auf ihrem Wege durch die Zeit.

    O Mutter, reich an Güt’ und Huld,
    erbarme dich: wir sind in Schuld.
    Steh du uns bei an Gottes Thron
    und zeig uns Jesus, deinen Sohn.
    Amen