Islamisten verstärken Terror gegen Christen

Kenia

Die Terrormiliz Al-Shabaab tötete bei einem Anschlag 14 Wanderarbeiter. Die von Somalia aus operierende islamistische Al-Shabaab-Bewegung verstärkt im Nordosten Kenias ihren Terror gegen Christen. Kämpfer der Organisation haben dort am 7. Juli 14 kenianische Grubenarbeiter – mehrheitlich Christen – getötet und zwölf verletzt. Nach Angaben der größten kenianischen Tageszeitung „Daily Nation“ (Nairobi) ereignete sich der Angriff auf die Unterkunft der Wanderarbeiter gegen 1 Uhr nachts. Die Attentäter stürmten das Gelände und eröffneten das Feuer. Ein Sprecher der Bewegung gab an, dass sie bei dem Massaker in der Stadt Mandera nahe der Grenze zu Somalia gezielt Christen umbringen wollte. Als zehn Minuten nach Beginn der Schüsse die Polizei eintraf, flüchteten die Täter Richtung somalische Grenze.

Katholischer Bischof: Region könnte zu Kalifat erklärt werden

„Das Ziel von Al-Shabaab ist es, den Norden Kenias, der mehrheitlich von somalischstämmigen Kenianern bewohnt wird, von den Nichtmuslimen und Nichtsomalis zu befreien“, sagte der katholische Bischof von Garissa, Joseph Alessandro, der katholischen Nachrichtenagentur Fides. Er befürchtet, dass Al-Shabaab, falls die ethnischen und religiösen Säuberungen erfolgreich sein sollten, diese Gebiete zu „islamischem Land“ erklären und dort möglicherweise ein Kalifat errichten könnte. Am 2. April hatte Al-Shabaab sechs Schlafsäle der Universität von Garissa in Zentralkenia gestürmt und die Studenten gefragt, wer von ihnen Christ sei. Wer sich dazu bekannte, wurde erschossen. 148 Studenten – 142 von ihnen Christen – kamen bei dem Massaker ums Leben. (Quelle: idea)

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