Katholischer Priester entführt

Nigeria

Am Sonntag, den 8. Mai, wurde im Bundesstaat Akwa Ibom im Süden Nigerias der Gemeindepfarrer der Kirche „St. Pius X.“, Alphonsus Uboh, entführt. Zeugenaussagen zufolge stürmten bewaffnete Männer auf Motorrädern am Sonntag, den 8. Mai, gegen 7 Uhr morgens nach Abschluss eines von der Katholischen Frauenorganisation (CWO) organisierten Gottesdienstes zum Muttertag mit Spendenaktion das Gelände der Pfarrei. Die Angreifer sollen zunächst in die Luft geschossen haben, bevor sie den Priester als Geisel nahmen.

Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von der Pfarrei „St. Pius X.“, Cletus Okodi, sagte, der Priester habe ihn am Nachmittag des 9. Mai angerufen. Pater Uboh berichtete Okodi, dass er in einem Wald festgehalten wird, dessen Standort er nicht kennt, und dass seine Entführer ein Lösegeld von 100 Millionen nigerianischen Naira (240.000 $) für seine Freilassung fordern. Entführungen mit dem Ziel der Erpressung sind in Nigeria endemisch geworden. Im März wurden innerhalb weniger Tage drei Priester entführt. Zwei von ihnen wurden später freigelassen (vgl. Fides 7/5/2022), während es unbestätigte Berichte über das Schicksal des dritten, Pfarrer Joseph Akete Bako, gibt, der angeblich getötet wurde.

Die vorangegangenen Entführungen fanden im Norden Nigerias statt, während nun Pfarrer Alphonsus Uboh im südlichen Bundesstaat Akwa Ibom entführt wurde, was einmal mehr unter Beweis stellt, wie weit das Verbrechen der erpresserischen Entführung inzwischen verbreitet ist. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

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