Missionar bedroht und geschlagen

Zentralafrika

Der italienische Karmelitenpater Aurelio Gazzera ist am Montag (16.9) von Angehörigen des Rebellenbündnisses „Séléka“ mit einer Pistole bedroht und ins Gesicht geschlagen worden. Dies berichtete der Missionar dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Der seit zwanzig Jahren in der Zentralafrikanischen Republik tätige Karmelitenpater hatte einen Stützpunkt der Rebellen aufgesucht, um die Freilassung von Gefangenen zu erreichen und gegen gewaltsame Übergriffe, Folterungen und Morde zu protestieren. Bereits bei seiner Ankunft in dem Stützpunkt hätten ihm Rebellen gedroht, ihn umzubringen, berichtet Gazzera.

„Als ich erklärte, warum ich gekommen sei, antwortete der Kommandant mir, sie seien Soldaten und könnten tun, was sie wollen. In diesem Moment kam ein anderer Anführer in den Raum und brüllte, dass er mich töten würde. Ich hätte nicht das Recht zu kommen und mich für Gefangene einzusetzen, schrie er. Er bedrohte mich mit einer Pistole und gab mir eine Ohrfeige“, so der Missionar. Das Rebellenbündnis „Séléka“ wurde zwar am vergangenen Freitag (13.9.) von dem durch einen Putsch im März an die Macht gekommenen Präsidenten Djotodia offiziell aufgelöst, noch immer befinden sich jedoch rund 25.000 Séléka-Rebellen im Land. „Wie lange soll diese Hölle noch andauern? Es gibt keine konkreten Maßnahmen, die bewirken könnten, dass die Rebellen ihre Waffen niederlegen“, erklärt der Missionar. Erst vor wenigen Tagen waren im Norden des Landes wieder heftige Kämpfe aufgeflammt. In den vergangenen Monaten kam es immer wieder auch zu Übergriffen gegen Kirchen, kirchliche Einrichtungen, Priester und Ordensfrauen.

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    du bist der Schwachen Kraft,
    gibst ihnen Zuversicht
    mitten in Todesnot;
    hell wird uns offenbar,
    was uns der Glaube sagt:
    Christus hat unsern Tod besiegt.
    Amen.