Missionar bei Angriff schwer verletzt

Bangladesch

“Es war ein feiger Angriff von hinten. Pater Piero Parolari (56) vom Päpstlichen Institut für die Außenmissionen (PIME) wurde heute Morgen überfallen, während er auf seinem Fahrrad in das Krankenhaus fuhr, wo er sich um die Patienten kümmert. Er wurde zweimal im Genick verletzt. Er wird im Krankenhaus behandelt und ist bei Bewusstsein. In den kommenden Stunden soll er mit dem Hubschrauber in das Militärkrankenhaus nach Dacca gebracht werden, wo er besser behandelt werden kann“, so Pater Carlo Dotti (PIME) zu dem Überfall auf seinen Mitbruder. “Wir sind besorgt, doch wir hoffen, dass er genesen wird. Die soziale Lage im Land ist sehr angespannt und es kommt ständig zu Gewalt durch bewaffnete Gruppen“, so Pater Dotti weiter.
Es besteht der Verdacht, dass es sich bei den Tätern um Mitglieder radikalislamischer Gruppen handeln könnte. P. Dotti, der seit 41 Jahren in Bangladesch lebt und arbeitet, betont: “Auch hier lassen sich Menschen vom Islamischen Staat verführen. Auch junge Männer aus Bangladesch kämpfen in Syrien, obschon die Regierung die Rekrutierung durch Dschihadisten bestraft. Trotzdem wecken solche Anschläge das öffentliche Interesse, wie dies auch bei der Ermordung des italienischen Mitarbeiters einer Hilfsorganisation Cesare Tavella und eines japanischen Mitarbeiters der Fall war. Die Polizei hat uns Missionare gebeten, nicht mehr ohne Personenschutz unterwegs zu sein.

“Die katholische Glaubensgemeinschaft ist erschüttert”, so Bischof Sebastian Tudu von Dinajpur zu der Tat. „Wir verurteilen jede Form von Gewalt. Ausländer gehören heute zu den bevorzugten Zielgruppen terroristischer Gruppen, dazu gehören auch die Missionare. Wir machen uns große Sorge. Die soziale und politische Lage im Land hat sich verschlechtert. Die Minderheiten sind unter Druck. Alle Gläubigen sind im Gebet versammelt. Wir hoffen, dass Pater Piero genesen wird und sind ihm nahe”.
Bangladesch gehört zu den ersten Missionen des Päpstlichen Instituts für die Außenmissionen (PIME). Die ersten Missionare kamen 1855 in das Land. Heute leben 29 Missionare des Instituts in drei Diözesen des Landes: Dacca, Dinajpur und Rajshashi. Die Missionare sind in der Seelsorge in den Pfarreien und in Einrichtungen des Bildungs- und Sozialwesens tätig, darunter Schulen, Krankenstationen und Krankenhäuser. (Quelle: Fidesdienst, Bild:

Zü zur Startseite
  • Gott unser Vater, stärke
    unsere Brüder und Schwestern,
    die wegen ihres Glaubens
    benachteiligt und verfolgt werden.
    Gib ihnen Kraft, damit sie
    in ihrer Bedrängnis die Hoffnung
    nicht verlieren.
    Amen.