Pfarre unter Beschuss genommen

Argentinien

Die Pfarre „María Reina“ in Rosario und Schule in der Nähe der Kirche wurden am frühen Sonntagmorgen, den 23.9., um etwa 04.00 Uhr unter Beschuss genommen. Vermutlich handelt es sich um einen Einschüchterungsversucht, nachdem der Gemeindepfarrer Juan Pablo Núñez in der letzten Wochen die extreme Gewalt angeprangert hat, unter der die Bewohnern von Barrio Larrea leiden und hatte dies mit Kriminalität und Drogengeschäften in Zusammenhang gebracht. Der Pfarrer, der seit vier Jahren in der Gemeinde arbeitet hatte auch immer wieder die Behörden vor den verheerenden Folgen des Drogenhandels gewarnt. In den vergangenen Wochen hatte der Priester einen entsprechenden Appell in den Massenmedien auf den Weg gebracht.
Am Sonntag, den 23. September, feierte der Pfarrer mit den Gläubigen eine Messe, obschon einige Kugeln noch im Altar feststeckten. "Der Aufprall der Kugeln auf die große Eingangstür ist so sehr sichtbar, aber einige Kugeln trafen direkt auf den Altar", erklärte der Priester.

Nach seiner Ernennung zum Gemeindepfarrer wurde, gründete Juan Pablo Núñez ein Rehabilitationszentrum für junge Menschen mit Drogenproblemen. Auch deshalb wurde er mehrmals bedroht. Nach zahlreichen Einschüchterungsversuchen musste er das Zentrum schließen. Der Pfarrer hatte in jüngster Vergangenheit die Absicht geäußert das Zentrum wieder zu öffnen. (Quelle: Fidesdienst)

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