Terror vor Weihnachten

Nigeria, Indien, Pakistan

In drei Ländern häuften sich die Attacken auf Christen innerhalb der letzten Tage: in Nigeria, Indien und am 3. Adventssonntag im Südwesten Pakistans. Dort hatten zwei Selbstmörder der Terrormiliz IS rund 400 Christen in der Bethel Memorial Kirche in der Stadt Quetta mit Sprengsätzen angegriffen – mindestens acht Menschen starben, über ein Dutzend waren verletzt, darunter auch mehrere Kinder.

Darüber äußerte sich der Präsident des Internationalen Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN) zutiefst besorgt: „Das ist ein weiterer feiger Angriff auf wehrlose Menschen, die lediglich zum Gottesdienst gekommen waren.“ Johannes Freiherr  Heereman verurteilte den brutalen Angriff und hob hervor: „Wir trauern mit den Opfern. Unsere Gebete aber gehen weiter. Sie lassen sich nicht erschießen. Eine Woche vor dem Heiligen Abend rufen wir deshalb dazu besonders auf: Beten Sie für den Frieden. Der Gott, der sich in der Krippe klein macht, ist ein Gott des Lebens, nicht des Tötens.“

Weihnachtsgesang brachte Christen in Indien kurzzeitig in Haft

Das Wochenende begann am Freitag auch in Indien mit schlechten Nachrichten: In der Provinz Madhaya Pradesh hatten Hindu Aktivisten in der Stadt Satna acht christliche Priester geschlagen und deren Fahrzeug angezündet. Am Vortag waren 30 Seminaristen und zwei Priester inhaftiert worden. Die angegriffenen Priester wollten ihnen Beistand leisten. Der Aufruhr hatte sich entzündet, als die Seminaristen ein Dorf in der Umgebung besuchte, um Weihnachtslieder zu singen. Ein wütender Mob habe sie bezichtigt, zum Glaubensübertritt aufzurufen und die Polizei eingeschaltet, wie der Priester George Mangalappally dem indischen Portal ucanews.com mitteilte. Laut dieser Onlinequelle wurden bereits über 650 Übergriffe gegen Christen dieses Jahr festgestellt.

Bombenattacke im nordöstlichen Nigeria tötet drei Katecheten in Diözese Maidiguri

Wenig beachtet wurde eine weitere Nachricht von letzter Woche: Kirchliche Medienagenturen meldeten, dass sich zwei Frauen vor der Kirche im nigerianischen Pulka in der Diözese Maidiguri einem Katecheten mit Umarmungen genähert hatten. Als aufgrund des ungewöhnlichen Vorgangs Helfer hinzueilten, zündeten zwei Selbstmordattentäterinnen den Sprengstoff. Dabei wurden drei Katecheten getötet, darunter ein Vater von zehn Kindern. Weitere Menschen wurden verletzt. Erst im Vormonat hatten Islamisten weitere tödliche Anschläge verübt, hieß es in mehreren kirchlichen Quellen.  In diesem Jahr hatte KIRCHE IN NOT die Diözese Maiduguri besucht und dort traumatisierte Opfer von  Gewalt und Verfolgung getroffen, einige von ihnen stammen aus Pulka.

Einzigartige Dokumentation des internationalen Hilfswerkes KIRCHE IN NOT

„Die Gefahr ist, dass wir uns an solche Vorfälle gewöhnen und diese Nachrichten außerhalb der Kirchenmedien untergehen. Doch man muss die Ereignisse im jeweiligen Kontext sehen,“ mahnt Heereman: „Weltweit stehen Christen derzeit unter einem unvergleichlich großen Druck.“ Das dokumentiert auch der international einzige umfassende und regelmäßig erstellte „Bericht über die Religionsfreiheit“ von KIRCHE IN NOT.

Das Internationale Hilfswerk vergleicht seit vielen Jahren  Informationen hierzu in allen Erdteilen. Die Daten werden alle zwei Jahre aktualisiert, diejenigen der Christen sogar zusätzlich jährlich im Bericht Persecuted and Forgotten/Verfolgt und Vergessen?. „Damit weist KIRCHE IN NOT beharrlich auf das besondere Ausmaß und die Systematik diskriminierter und verfolgter Christen hin.“ Den nächsten Religionsfreiheitsbericht  veröffentlicht KIRCHE IN NOT 2018. „Unser Hilfswerk betont damit: Das Recht auf Religionsfreiheit ist nicht verhandelbar. Es ist ein grundlegendes Menschenrecht.“

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  • Herr Jesus Christus,
    wir denken an die Menschen,
    die für ihren Glauben leiden,
    die für ihre Hoffnung bedrängt werden,
    die für ihre Treue zu dir sterben.

    Wir danken dir,
    dass diese Menschen uns zeigen,
    wie wertvoll unser Glaube ist.
    Gib uns die Gnade,
    dass ihr Zeugnis in unserem
    Leben fruchtbar wird.
    Amen.