Überfall auf Missionsschwestern

Zentralafr. Rep.

"Am 5. Januar 2019 wurde das Haus der Gemeinschaft der Comboni-Missionsschwestern in Bangui, Zentralafrika, von einer Gruppe von etwa 8 bis 9 Männern angegriffen und ausgeraubt“, bestätigt die Generalobere der Comboni-Missionschwestern, Schwester Luigia Coccia. „Die Gemeinschaft besteht aus drei Schwestern. Sie hatten das Vespergebet gegen 19 Uhr beendet, als überfallen und drei Stunden gefesselt und bedroht wurden. Die Diebe durchsuchten das ganze Haus und nahmen mit, was sie konnten. Die drei Schwestern verließen unter Schock vorübergehend die Mission und suchten Zuflucht im Provinzhaus in Bangui."

„Zentralafrika scheint sich in ein unlösbares Gewirr ausländischer Einmischung, Unzulänglichkeiten der internationalen Gemeinschaft und Unfähigkeit der lokalen Regierung verstrickt zu haben", erklärte vor kurzem Pater Federico Trinchero, der als Missionar ebenfalls in Bangui tätig ist. "Das religiöse Element macht den Cocktail nur noch tödlicher", unterstrich der Missionar.

Unzählige Übergriffe wurden in letzter Zeit auf katholische Gemeinden, Pfarreien, und kirchliche Flüchtlingscamps verübt. Gebäude und Kirchen wurden niedergebrannt, Zivilisten brutal getötete. Allein im Jahr 2018 wurden in der Zentralafrikanischen Republik fünf Priester ermordet: Pfarrer Joseph Désiré Angbabata von der Diözese Bambari, der bei einem Angriff auf seine Gemeinde verwundet wurde, starb kurz darauf; Pfarrer Albert Toungoumale-Baba wurde in der Pfarrei Notre Dame de Fatima, während eines Massakers bei einem Anschlag auf seine Pfarrei ermordet; Prälat Firmin Gbagoua, Generalvikar der Diözese Bambari, wurde von Angreifern ermordet, die die bischöfliche Residenz eingedrungen waren; der Generalvikar der Diözese Alindao, Pfarrer Blaise Mada, und Pfarrer Celestine Ngoumbango, der für die Gemeinde in Mingala zuständig war, wurden während des Angriffs auf die bischöfliche Residenz in Alindao ermordet, wo sie mit anderen Menschen Zuflucht gesucht hatten. Dabei ermordeten ehemalige Seleka-Rebellen der UPS (Unité pour la Paix und Centrafrique) mindestens 60 Menschen, vorwiegend Vertriebene, die in einem Auffanglager in der Nähe der Kathedrale untergebracht waren. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS)

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    o Himmelspfort, o Meeresstern,
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    O Mutter, reich an Güt’ und Huld,
    erbarme dich: wir sind in Schuld.
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