Wegen seines Glaubens enthauptet

Indien

Ein evangelischer Christ wurde im Dorf Raigarh Tehsil, in Orissa, wegen seines Glaubens enthauptet, berichtet Shibu Thomas, Gründer des Netzwerks zur Verteidigung von diskriminierten Christen in Indien. Anant Ram Gand, 40 Jahre alt und Vater von fünf Kindern, war vor zwei Monaten in der evangelischen Kirche getauft worden. Er wurde am 11. Februar vor den Augen seines sechsjährigen Sohnes aus dem Haus geschleppt und von Fanatikern ermordet. Grund für den Mord war angeblich, dass Anant Ram Gand und seine Familie bereits vor neun Monaten zum christlichen Glauben konvertiert waren, was die lokalen Hindu-Radikalen nicht akzeptierten. Die Hindus benutzten Naxaliten (maoistische Guerilla-Kämpfer) zur Ausführung des Mordes – unter dem Vorwand, dass Anant Gand angeblich deren Geheimnisse verraten würde.

Spannungen im Dorf soll es bereits nach seinem Übertritt zum christlichen Glauben gegeben haben. So soll er bedroht und der Zugang zur Wasserquelle verwehrt worden sein. Schließlich zog Gand mit seiner Familie aus dem Dorf aus und ließ sich etwas außerhalb nieder.

Ein Netzwerk zur Verteidigung von diskriminierten Christen in Indien fordert Polizei und Justiz dazu auf, eine Untersuchung einzuleiten. Die Regierung müsse die Familie und die Kinder entschädigen und sich klar gegen die Verfolgung von Christen aussprechen sowie die Religionsfreiheit schützen.

Heute in Indien Christ zu sein bedeutet nach Darstellung des Netzwerks, jeden Tag belästigt zu werden, etwa durch Schläge. Artikel 25 der Verfassung, der die Glaubensfreiheit und die Verbreitung des Glaubens schützt, gelte in Indien anscheinend nicht für Christen. (Quelle: asianews/ead, Bild: TUBS/wikipedia)

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