Welle antichristlicher Gewalt

Indonesien

Im Pasaman-Bezirk der indonesischen Provinz West-Sumatra ist eine Kampagne der Gewalt gegen Christen im Gange. Deren Anführer sind islamische Extremisten und Ortsgruppen, die oft von Regierungsmitgliedern unterstützt werden. Wie in den Tagen des Suharto-Regimes (1967 bis 1998) treibt die Regierung die ethnische und konfessionelle Teilung voran, um die Menschen von ihren eigenen Problemen – den Mängeln bei Rechtssystem, Entwicklungspolitik und effektivem Kampf gegen Korruption – abzulenken. Mittlerweile versucht der von dieser „Christenphobie“ beunruhigte Bischof von Padang mit Hilfe seiner guten Beziehungen zwischen verschiedenen Vertretern der Gruppen, inklusive dem moderaten Flügel der Muslime, zu vermitteln. In letzter Zeit haben die Proteste an öffentlichen Plätzen beachtliche Ausmaße angenommen. Am 19. November marschierte ein Mob durch die Straßen des Pasaman-Bezirks und protestierte gegen „die vermehrte Anzahl katholischer und protestantischer Schulen“. Sie schrien Slogans und verkündeten, dass es für muslimische Familien „moralisch verpflichtend“ sei, ihre Kinder nicht in christliche Schulen zu schicken. Eine der Angriffsziele war die katholische Kirche von Sumber Karya in West-Pasaman, deren Renovierung zum Stillstand kam, weil die Behörden keine entsprechende Bewilligung ausgestellt hatten. Auch hier, wo der Anteil der Muslime einen hohen Prozentsatz ausmacht, wird die Scharia angewendet. Politiker mit Bezug zur Minderheit werden attackiert, wie im Fall des katholischen Führers Supri, der der „Christianisierung“ beschuldigt wurde. Man bewarf sein Haus mit Steinen und befahl ihm, zu konvertieren. Seine Antwort aber: „Ich werde niemals meine Religion ändern“. (Quelle: ead,csi; Bild: Wikimedia)

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  • Gott unser Vater, stärke
    unsere Brüder und Schwestern,
    die wegen ihres Glaubens
    benachteiligt und verfolgt werden.
    Gib ihnen Kraft, damit sie
    in ihrer Bedrängnis die Hoffnung
    nicht verlieren.
    Amen.