Wut und Solidarität nach Anschlägen

Sri Lanka

Kirchenführer und Politiker auf der ganzen Welt haben die Anschläge auf Kirchen und Hotels auf Sri Lanka am Ostersonntag verurteilt und zum Gebet aufgerufen. Die Zahl der Todesopfer der Anschläge ist inzwischen auf über 250 gestiegen. Rund 500 Personen wurden bei insgesamt acht Explosionen verletzt. Das teilte Polizeisprecher Ruwan Gunasekera mit. Zunächst waren zwischen 8.30 Uhr und 9 Uhr Ortszeit Sprengsätze in den römisch-katholischen Kirchen St. Antonius in der Hauptstadt Colombo und St. Sebastian in der etwa 20 Kilometer entfernten Stadt Negombo explodiert. Später gab es weitere Anschläge in drei Luxushotels in der Hauptstadt sowie in der evangelikalen Zionskirche in der Stadt Batticaloa an der Ostküste des Inselstaats. Kurz darauf kam es zu zwei weiteren Anschlägen auf ein Hotel sowie einer Wohngegend in der Hauptstadt. In Colombo sind nach Behördenangaben 52 Menschen getötet worden, in Negombo 62 und in Batticaloa 27. Laut Polizei sind mindestens 35 Ausländer gestorben. Bisher sind keine deutschen Opfer bekannt.

Warnung vor muslimischem Terror

Premierminister Ranil Wickremesinghe teilte in einer Fernsehansprache mit, dass bislang 24 Verdächtige in Haft genommen wurden. Zu welcher Gruppierung sie gehören, ist nicht bekannt. Sieben der acht Anschläge wurden von Selbstmordattentätern durchgeführt. In der Nähe des größten Flughafens Sri Lankas wurde zudem ein Sprengsatz gefunden, der entschärft werden konnte. Der stellvertretende Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene hatte am Sonntag von einer „terroristischen Attacke“ und „extremistischen Gruppen“ gesprochen, ohne sie näher zu benennen. Der Polizeichef von Sri Lanka, Pujuth Jayasundara, hatte zehn Tage vor den Anschlägen davor gewarnt, dass Selbstmordattentäter Anschläge auf „prominente Kirchen“ planten. Ein ausländischer Geheimdienst habe berichtet, dass die radikale muslimische Gruppe „NTJ“ (National Tawhid Jama‘ath, etwa: „Nationale Versammlung des Einen“) Anschläge in Colombo vorhabe. Die Gruppe wird mit der Beschädigung buddhistischer Statuen im Jahr 2018 in Verbindung gebracht. (Quelle: idea, Bild: © picturealliance/AA)

Zü zur Startseite
  • Gott unser Vater,
    wir bitten dich für die Kirche:
    Stärke unseren Glauben durch
    das Zeugnis unserer bedrängten
    Brüder und Schwestern. Mach uns
    empfindsam für die Not aller
    Unterdrückten und entschieden
    im Einsatz gegen jedes Unrecht.
    Amen.